Sammelbestellungen

Unsere beliebten Sammelbestellungen sind zweimal im Jahr und zwar jeweils für die Sommer- und Winteraussaat möglich. Die Lieferung erfolgt frei Hof Anfang Anfang März bzw. Anfang Juli oder zum gewünschten Termin. Speziell zu Maissaatgutbestellung, diese startet Anfang Dezember und endet mit Abschluss der Frühjahrsaktion (Bestellung bis Mitte Januar).

Hier geht es zu den Bestellformularen – auch für unterschiedliche Mischungszusammensetzungen. Auf Wunsch können sie auch Moormischungen oder betriebsindividuelle Mischungen ordern. Sollten sie Fragen haben, rufen sie einfach an

Erfolgskontrolle

Wir legen Wert auf gutes Saatgut daher werden die Mischungen in der Praxis (2020 auf 17 Standorten) verglichen sowie durch Kontrollanbau geprüft. Bei Unsicherheit ist über die Bestellliste ein Vergleich mit Betrieben mit gleicher Bestellung möglich. Auch zu beachten ist, dass gutes Saatgut etwas kosten darf, schon 15 % Minderertrag können 1.000 € kosten (bezogen auf 100 kg Saatgut). Bei Ausfall wesentlicher Komponenten sind deutlich höhere Mindererträge möglich.

Offizielle Empfehlungen unerlässlich

Bei der Beurteilung von Saatgut für Grünland und Kleegras muss jedem bewusst sein, dass unterschiedliche Interessen aufeinandertreffen. Vermehrer streben tendenziell zu höheren Körnererträgen, der Landwirt ist aber am vegetativen Ertrag interessiert. Inwieweit eine Sorte oder Mischung gegenüber anderen Vorteile bringt, ist für den Landwirt praktisch nicht zu kontrollieren. Auch der Hinweis, mit einer Mischung gute Erfahrungen gemacht zu haben, lässt noch keinen Vergleich mit anderen Mischungen zu. Hier sind die offiziellen Sortenprüfungen und Mischungsvergleiche die einzige Möglichkeit, die unabhängige Empfehlungen ermöglichen und damit den oben genannten Interessenskonflikt lösen.

Die für die Sammelbestellung ausgewählten Sorten entsprechen den offiziellen Empfehlungen der AG der norddeutschen Landwirtschaftskammern (NRW, NDS und SH) sowie der AG der Mittelgebirgsländer (RLP, SL, HE, TH, SN sowie Teile von NRW und Belgien). Für andere Regionen werden sie an die dortigen Empfehlungen angepasst. Nur die besseren Sorten kommen in die Empfehlung. Sorten, die in der Region nicht geprüft werden, weil sie vom Züchter hierzu nicht angemeldet wurden, können auch nicht in der Region empfohlen werden. Aus langjährigen Versuchen wurden Qualitäts-Standard-Mischungen für unterschiedliche Standort- und Nutzungsbedingungen entwickelt. Die hierfür einzumischenden Sorten müssen, um auch Qualität zu gewährleisten, aus der Liste der empfohlenen Sorten stammen.

Bestellformulare und Erläuterungen

Hier finden Sie die Bestellformulare und Erläuterungstexte zu unseren Sammelbestellungen.

Erläuterungen zu den Saatgutmischung 2024

Bestellformular Saatgutmischungen 2024

Übersicht Ökomaissorten 2024

Bestellformular Sammelbestellungen Ökomaissorten 2024

Weitere Infos und Bestellformular

Empfohlene Sorten wählen

Die Sortenwahl für den Maisanbau sollte auch im Ökobereich vor dem Hintergrund der standortgerechten Abreife erfolgen. Maßstab für die Frühreife einer Sorte ist die nutzungsspezifische Reifezahl. Offiziell ermittelt wird die Reifezahl in der Wertprüfung beim Bundessortenamt oder der zweijährigen EU-Prüfung. Bei den mit „ca.“ aufgeführten Reifezahlen in der Tabelle handelt es sich hingegen um Einschätzungen der Züchtungs- oder Vertriebsorganisationen. Die bereits im Landessortenversuch (LSV) der Landwirtschaftskammer NRW geprüften Sorten finden sich in der 1. und 2. Spalte.

Rückstellproben anlegen zum Nachweis der Saatgutqualität

Während die Keimfähigkeit noch deklariert wird, liegen über die Triebkraft des Saatguts in der Regel keine Informationen vor. Die Triebkraft kann aber durch eine Überlagerung durchaus leiden. In der Praxis sollte daher beim Saatgutbezug auf ein aktuelles Anerkennungsdatum (Probennahmedatum auf blauem Etikett) geachtet werden. Grundsätzlich sollte das Maissaatgut nur in der benötigten Menge bestellt werden (keine Überlagerung im Betrieb). Für mögliche Reklamationen/ Nachuntersuchungen sollte eine Rückstellprobe von 1 kg Saatgut mit entsprechenden Sackanhänger und Lieferschein aufbewahrt werden.

Unsere Empfehlungen

Sammelbestellung Winter / Sommer

 

Die Sammelbestellung enthält von offizieller Seite empfohlene Mischungen (erkennbar für Niederungslagen am orangen Etikett) mit zusätzlich weitergehenden Qualitätseigenschaften.

Vorteile der Mischungen in dieser Sammelbestellung:

    1. Sie enthalten nur Sorten, die sich in Versuchen von unabhängiger Seite auf repräsentativen Standorten als die besseren erwiesen haben.
    2. Spezielle Mischungen für Niederungs-, Mittelgebirgs- und Moorlagen.
      Weitergehende Qualitätseigenschaften:
    3. Zur Ertragssicherung: Fast durchweg zwei Sorten pro Art, bei Deutschem Weidelgras auch pro Reifegruppe, davon fast durchweg keine mehr als 50 %-Anteil.
    4. Zur Bewertung: Schon bei der Bestellung Angabe der Sorten mit %-Anteil und Kaufpreis.
    5. Weißkleesorten nur mit niedrigem Blausäuregehalt.

Empfehlungen für Kleegrasmischungen in Niederungen

  • A7: Schnitt und Weide, nicht bei Kurzrasenweide
  • A5 spät plus S: vorwiegend Schnittnutzung, nicht bei Kurzrasenweide
  • A5 spät plus W: Schnitt und Weide, nicht bei Kurzrasenweide
  • G III-S: intensive Beweidung, Kurzrasenweide bei nur 1 – 2 jähriger Nutzung

            (Sortenwahl entsprechend Grünlandnutzung, deshalb in Tabelle unter Grünlandmischung)

  • A 6 mit Alexandriner- oder/und Perserklee: Sommerkleegras für Schnittnutzung
  • A3 plus S: vorwiegend Schnittnutzung, meist geringerer Proteinertrag, nicht bei Kurzrasenweide
  • A3 plus W: Schnitt und Weide, meist geringerer Proteinertrag, nicht bei Kurzrasenweide
  • A8*: Luzernereinsaat: Schnittnutzung
  • A9*: Luzernegrasmischung: Schnittnutzung
  • A9 plus Rotklee: Schnittnutzung
  • Reines Welsches Weidelgras: bei hoher freier Stickstoffmenge im Boden (z.B. nach Kartoffeln)
  • Landsberger Gemenge: 1Schnitt im Frühjahr

*Bei A8- und A9-Mischung wird die Beimischung von 1 kg/ha an Weißklee empfohlen, sollte die Luzerne einmal nicht gelingen.

Empfehlungen für Grünlandmischungen

  • G I: extensive Nutzung, frisch-feuchte Standorte, keine Kuhweiden oder Kurzrasenweide
  • G II: Mähweide, alle Standorte, nicht bei Kurzrasenweide
  • G III: intensive Beweidung, Kurzrasenweide
  • G V o. Klee: Nachsaaten
  • G V mit Klee: Nachsaaten
  • G IV: Mähweide, sehr trockene Standorte, nicht bei Kurzrasenweide

Quelle und Ansprechpartner

Dr. Edmund Leisen, AG Öko-Futtersaaten e.V., 18. Mai 2020

Kontakt

Dr. Edmund Leisen
AG Öko-Futtersaaten e.V.

Fax: 05242 377 612
Mail: kontakt@ag-oekofuttersaaten.de
Mobil: 0162 6845 257