AG Ökofuttersaaten Titelbild

​AG Öko-Futtersaaten

Im Jahr 2012 gründeten einige Öko-Betriebe den Verein Arbeitsgemeinschaft Futtersaaten, Futterbau und Wiederkäuer im Öko-Landbau e.V. – kurz: AG Öko-Futtersaaten.

Die Zielsetzung der Gründungsmitglieder war es, der Qualität im Futterbau mehr Geltung zu verschaffen und diese zu fördern. Trotz der zentralen Bedeutung des Futterbaus und speziell des Kleegrases im Ökolandbau, gibt es nur wenige, die sich der Thematik widmen, sodass in der Praxis oft das angebaut wird, was gerade im Handel verfügbar ist. Die Sortenunterschiede bzgl. Winterhärte, Krankheitstoleranz und Ausdauer sind z.T. enorm, sodass die Ertragsleistung im Vergleich oft um 25% und mehr schwankt. Wird im Kleegrasanbau bspw. eine krankheitsempfindliche Rotklee-Sorte eingesetzt, kann dies schnell zum Totalausfall der Leguminose führen. Für ein frisch angelegtes Kleegras, dass eigentlich 2-4 Jahre in der Fruchtfolge genutzt werden sollte, ein enormer Verlust, nicht nur in Bezug auf die Proteingehalte. Fehlt die Leguminose, hungert der Gräserpartner und auch die Folgefrucht. Die wirtschaftlichen Folgen sind beachtlich, besonders für ökologisch wirtschaftende Betriebe.

Sammelbestellungen für Futterbausaatgut

Qualitätssaatgut, dass den offiziellen Empfehlungen des Landesversuchswesens entspricht, liegt in der Regel auf einem etwas höheren Preisniveau und wird im Handel oft nicht genügend angeboten. Seit 2013 organisieren wir daher Sammelbestellungen für Futterbausaatgut und stellen mit einem kompromisslosem Qualitätsanspruch Sorten und Mischungen zusammen. Außerdem werden betriebsindividuelle Mischungen angeboten und so gezielt auf spezielle Nutzungs- und Standortansprüche eingegangen. Unsere Beratung basiert hierbei auf den Empfehlungen der Landesstellen (Landwirtschaftskammern, Landesbetriebe etc.) der jeweiligen Herkunftsregion des Betriebs (Mittelgebirge-, Niederungslagen etc.).

Durch die Bündelung der Bestellungen kann der Verein im Einkauf Rabatte aushandeln. Diese werden an die Landwirte weitergegeben oder vom Verein genutzt, um Sorten-und Mischungsvergleiche auf den Mitgliedsbetrieben anzulegen und gemeinsam auszuwerten. Stichproben aus unseren Sammelbestellungen werden dabei mit anderen handelsüblichen Mischungen verglichen. So sammeln wir nicht nur jede Menge Standortdaten, sondern vor allem Erfahrung, aus der wir uns stetig weiterentwickeln. Ein Anspruch den nicht zuletzt der Klimawandel an uns Betriebe stellt!

Projekte, Tagungen und Termine

Die schnell deutlich werdenden sicht- und messbaren Qualitätsunterschiede werden auch auf Hof-, Feldtagen, Kongressen und Messen vorgestellt. Für Termine in der Nähe einfach auf Aktuelles klicken.

Um den ökologischen Futterbau strukturell zu stärken, übernimmt der Verein auch die Interessenvertretung der Mitgliedsbetriebe in verschiedenen Fragen bzgl. Ökofuttersaaten: Handhabung der Onlineplattform OrgnicXseeds, Verbreitung von Fachinformationen und Vernetzung.

Für Fachinformationen und Veröffentlichungen gerne unsere Rubrik Wissenswertes durchstöbern. Gelegenheit für fachlichen und zwischenmenschlichen Austausch bietet der jährlich stattfindende Praktikertag bzw. die Mitgliederversammlung, die meist in Zusammenhang mit den Ökomilchviehtagen in NRW stattfindet. Wer sich aktiv beteiligen oder uns passiv unterstützen möchte, meldet sich am besten direkt hier Kontakt.

Nächste Termine

Acker- und Grünlandbegehung Mecklenburg Vorpommern

24. April 2024
10:00 - 16:00 Uhr
Landwirtschaftsbetrieb Leonard Emmel, Leussow 40, 17252 Mirow

Acker – und Grünlandbegehung vor dem Hintergrund von zunehmenden Frühjahrs- und Sommertrockenheiten. Der Fokus soll an diesem Tag auf Standort angepassten Sorten liegen. Häufig werden Standard Saatgut Mischungen verwendet, dass was allgemein empfohlen wird. Passt das zu unseren Standorten? Welche Grünland- oder Ackerfuttermischungen sind auch auf Grenzertragsstandorten interessant?  Ist Luzerne eine ertragreiche Alternative? Welche Sorten passen zu unseren Standorten? Wie können wir die Qualität im Futterbau verbessern?

Die Sortenunterschiede in Hinblick auf Winterhärte, Ausdauer,  Krankheitstoleranz und Ertrag können enorm sein.

Ruven Heener vom Betrieb Gut Temmen aus der Uckermark wird ebenfalls vor Ort sein. Gut Temmen bewirtschaftet 3.300 ha nach Bioland Richtlinien und führt zusammen mit Herrn Leisen Luzerne Anbauversuche durch. Er wird aus der Praxis zu den Luzerne Sortenversuchen erzählen.

Referent: Dr. Edmund Leisen, Landwirtschaftskammer NRW

Dr. Edmund Leisen, bis 2023 Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, betreut auch nach seiner Pensionierung ein Netzwerk mit 1.600 Betrieben im deutschsprachigen Raum. Durch seine langjährige Erfahrung bildet er eine Brücke zwischen Wissenschaft und Praxis.

Seine Schwerpunkte liegen vor allem auf den Themen: Grünland, Klee- und Luzernegras, Weidesysteme, Fütterung und Tiergesundheit. Auf ca. 70 Betrieben finden Anbauvergleiche statt.

Uhrzeit Thema/Titel
10.00 – 10.15 Begrüßung und kurze Vorstellungsrunde

Dr. Edmund Leisen und Florence Hallier

10.15-12.30 Grünlandbegehung, optimale pH-Werte als Grundlage für gute Erträge, Maßnahmen zur Grünlandverbesserung

Sandige Standorte und Niedermoor

Dr. Edmund Leisen

12.30-13.30 Mittagsimbiss
13.30-14.30 Austausch und  fachliche Diskussion
14.30-16.00 Ackerbegehung, Luzerne und Kleegras,  Sorten, Anbau, Futtereigenschaften, Vorfruchtwirkung

Dr. Edmund Leisen

 

Teilnahmegebühr: 30 €

Anmeldung: bis 20.04.2024, bei Florence Hallier per Email (siemi.araber@web.de) oder per Telefon (WhatsApp  015117825201)

Vortrag und Weidebegehung in Schleswig-Holstein

26. April 2024 - 27. April 2024
Hans Möller, Schmalfelderstr. 25, 24632 Lentföhrden, Jan Lieske, Landweg 27, 25560 Hadenfeld, Mattes Olde, Borsflether Wisch 2, 25376 Borsfleth

Programm

Vortrag am 26.4.2024

20:00 – 22:00 Uhr: Betrieb Hans Möller, Schmalfelderstr. 25, 24632 Lentföhrden

Thema: Praxisberichte von konventionellen und Öko-Betrieben: Welche Weidesysteme haben sich je nach Standort und einzelbetrieblichen Bedingungen bei Milchkühen (mit/ ohne Roboter), Aufzucht, Mutterkühen, Ziegen und Schafen bewährt?

 

Weidebegehung am 27.4.2024

10:00 – 12:00 Uhr: Betrieb Harry und Jan Lieske, Landweg 27, 25560 Hadenfeld

12:00 – 13:00 Uhr: Mittagspause & Imbiss

13:00 – 14:00 Uhr: Fahrt zum Betrieb Olde

14:00 – 16:00 Uhr Betrieb Sven u. Mattes Olde, Borsflether Wisch 2, 25376 Borsfleth

Ca. 16:00 Uhr Ende der Veranstaltung

Anmeldung:    Bitte anmelden, da maximal 30 Personen teilnehmen können:  kontakt@ag-oekofuttersaaten.de

Kosten:            Für Vortrag oder Begehung 30 €, für beides: 50 €. Vor Ort bezahlen.

Referent:          Dr. Edmund Leisen, bis 2023 Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, betreut auch nach seiner Pensionierung ein Netzwerk mit 1.600 Betrieben, davon 300 im norddeutschen Raum. Schwerpunkte: Grünland, Futterbau, Weidesysteme, Fütterung, Gesundheit.

Begehung von Grünland, Ackerfutter und Weide in Nortmoor u. Westoverledingen/Ostfriesland

29. April 2024
10:00 Uhr
Betrieb Luitjens, Marker Str.44, 26810 Westoverledingen, Betrieb Gruben, Dorfstr. 19, 26845 Nortmoor

Programm

10:00–12:30 Uhr: Betrieb Familie Luitjens, Marker Str.44, 26810 Westoverledingen, 115 HF-Milchkühe, 9.500 kg ECM/Kuh, 2.100 kg Kraftfutter/Kuh, Kuhweide: 20 ha plus 30 ha Mähweide, 40 % Weideanteil

Begehung von Grünland, Kleegras und Weiden

12:30 – 14:00 Uhr: Mittagspause und Fahrt nach Nortmoor

13:30 – 16:00 Uhr: Betrieb Familie Gruben, Dorfstr. 19, 26845 Nortmoor, 150 DSN-Milchkühe, 10 Jersey, 10 sonstige Rassen, 5.700 kg ECM/Kuh, 1.000 kg Kraftfutter/Kuh, Kuhweide: 40 ha plus 60 ha Mähweide, 90 % Weideanteil

  Begehung von Grünland, Kleegras und Weiden

Kosten:         30 € plus 10 € Imbiss. Vor Ort bezahlen.

Referent:      Dr. Edmund Leisen, bis 2023 Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, betreut auch nach seiner Pensionierung ein Netzwerk mit 1.600 Betrieben im deutsch- und niederländischsprachigen Raum. Schwerpunkte: Grünland, Futterbau, Weidesysteme, Fütterung, Gesundheit.

Aktuelles

Kitzrettung und Futterernte

Kitzrettung und Futterernte

Der 1. Schnitt im Grünland rückt näher und damit auch die Frage nach effektiven Methoden zum Schutz von Wildtieren während der Mahd von Futterflächen. Besonders betroffen sind junge Rehkitze, da sie bei drohender Gefahr in der Deckung verharren und dann nicht selten dem Mähwerk zum Opfer fallen.

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